agd|viertel
ein|viertel – Designer publizieren
Leseprobe
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Leseprobe_ein_viertel_2010.pdf Seiten 16-17. Zittern, flackern, flattern. Das Magazin Jitter von Andreas Rauth |
Editorial

- Christina Sahr, Chefredakteurin
Die Fragen und Freuden des öffentlich Machens
Publizieren heißt "[in gedruckter Form] erscheinen lassen". So steht es im Duden-Bedeutungswörterbuch von 1985. "Unter Publikation... versteht man entweder den Vorgang der öffentlichen Verfügbarmachung eines Mediums oder das konkrete Medium selbst. Das Verb zu 'Publikation' ist 'publizieren'. Beispiele für Publikationen sind Bücher, Zeitschriften, Tonträger oder auch eine Webpräsenz und ihre Webseiten." Schreibt Wikipedia im Jahr 2010.
Wo früher wenige Wissen und Meinungen in meist gedruckter Form an die Öffentlichkeit brachten, sind es heute viele, die Bloggen, in Foren schreiben – und das größte Internet-Lexikon der Welt verfassen. "Gut so", finden die AGD Kollegen Malte Christensen und Oliver Schuh; sie empfinden die Möglichkeiten des Web 2.0 als große Bereicherung. "Ein Blog ist noch lange keine Publikation", hält Dr. Thilo von Pape, Experte für Onlineforschung und interaktive Kommunikationstechnologien an der Universität Hohenheim, dagegen.
Unbestritten ist jedoch: Das Web hilft auch so manchem ehrwürdigen Buch ins Leben. Denn per Book on Demand kann es jeder und jede zur Veröffentlichung eines Werkes bringen. Die Preise sind durchaus übersichtlich – die Aussichten auf einen Bestseller sind es auch.
Wer von der Autorenschaft, als Illustrator oder Buchgestalter von seiner Arbeit leben will, muss vor allem seine Zusammenarbeit mit Verlagen produktiv und lukrativ gestalten. Zahlreiche AGD Kolleginnen und Kollegen haben der Redaktion ihre Erfahrungen geschildert. Es waren nicht immer die besten Erfahrungen. Wir berichten ungeschminkt, wobei wir auf mehrfachen Wunsch die Anonymität der Kollegen wahren. Wertvolle Tipps gehen ebenfalls aus den Auskünften der Kollegen hervor – so wie überhaupt der dicke erste Teil dieser Ausgabe ganz den praktischen Ratschlägen gehört.
"Das kann ich besser", sagte Inge Löhning nach der Lektüre eines schlechten Krimis – und wurde Krimiautorin. "Ich habe ein vernünftiges Fachmagazin zur Illustration vermisst", sagt Andreas Rauth – und gründete selbst eins. "Weil wir herausgefunden haben, wie wichtig das Wissen über die Bedeutung und Wirkungsweise von Designstilen für die Zukunft des Designs ist, haben wir Bücher geschrieben, die diese Stile anders vermitteln als klassische Kunstgeschichtsbücher. Nämlich Bücher von Gestaltern für Gestalter." Das sagen Sara Hausmann und Achim Böhmer, die Verfasser des Buches Retrodesign Stylelab. So manches Buch oder Magazin aus Designerhand ist schlicht durch einen Mangel begründet – der ja auch eine Marktlücke bedeuten kann. Andere Werke erfüllen Wünsche, es können auch die eigenen sein: "Ein erschöpfendes Buch zum Thema Gedankenstrich – soweit man dies Thema überhaupt erschöpfen kann – das hatte ich mir schon immer gewünscht."
Wir wünschen: eine bereichernde Lektüre
Christina Sahr
Inhalt
Intro
- Seite 04
Von den Mühen der Büchermacher
Ein Überblick über den Buchmarkt
So geht's: Tipps zum Publizieren
- Seite 06
Persönlich gesehen
AGD Designer über die Zusammenarbeit mit Verlagen - Seite 08
6 Do‘s und 3 Don‘ts für den (geplanten) Selbstverlag
Was man bedenken und was man unbedingt lassen sollte - Seite 10
Unsere Arbeit ist grundsätzlich wertschöpfend
Marcus Frey zur Praxis der Vertragsverhandlung mit Verlagen - Seite 12
Ich publiziere über mich
Katharina Knieß und Heide Hackenberg beschreiben zwei Wege zur Eigen-PR - Seite 14
Klar umrissen und bebildert
Über Designzeitschriften und die erfolgreiche Kontaktaufnahme - Seite 15
Aus eigener Tasche
Book on Demand und Zuschussverlage
So war's: Wege zur Publikation
- Seite 16
Zittern, flackern, flattern
Seit 4 Jahren gibt es "Jitter" von Andreas Rauth
- Seite 18
Wut auf die Verhältnisse
Oliver Gehrs, Herausgeber und Chefredakteur von "Dummy" zu Gründungsfragen
- Seite 20
"Manchmal vermisse ich sie"
Sven Nordquist über sein Leben mit und ohne Petterson und Findus
- Seite 23
"Schreiben macht glücklich"
Wie die Designerin Inge Löhning zur Krimi-Autorin wurde - Seite 24
Hand aufs Herz
Welche Faszination ist im Spiel, wenn Designer zu Buchautoren werden?
So ist's: praktisches Publizieren
- Seite 26
Rezensionen
Publikationen von AGD Autorinnen und Autoren
- Seite 29
Ein Blog ist noch lange keine Publikation
Dr. Thilo von Pape, Experte für Onlineforschung, über flüchtige Worte - Seite 30
Welt weites Wissen 2.0
Oliver Schuh und Malte Christensen über Wissen und Meinungen im Netz - Seite 32
Der Meister der Finessen
Ein Besuch beim Buchbinder Simon Prey
AGD intern
- Seite 34
Einladung zur 34. AGD Mitgliederversammlung
Workshop zur Zukunft der AGD
Designer in Mühlhausen
VIDA Paper Design Award 2010
- Seite 35
Willkommen in der AGD
Online-Special Recht
In seinem Urteil vom 16.9.1999 lehnte das Patentamt Musterschutz für die Penis-Trillerpfeife ab. Begründung: der angemeldete Gegenstand "ist unanständig".












